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Open Source - Prozesse, ökonomische Implikationen und Generalisierung
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Maintainer: Frank Bauer, Version 1, 15.11.2001  Druckversion
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Vorwort

[Alle Kommentare ausblenden] (1) Obwohl ein Vorwort für eine Diplomarbeit unüblich sein mag, möchte ich dennoch die Gelegenheit nutzen, vorab einige persönliche Dinge anzumerken.

[Alle Kommentare ausblenden] (2) Die Idee für dieses - vermutlich recht ungewöhnliche - Diplomarbeitsthema hatte ich vor ungefähr eineinhalb Jahren. Bedingt durch die zunehmende Unzufriedenheit über Microsoft Windows begann ich damals, mich nach Alternativen umzusehen. Bald darauf schon hatte ich erstmals GNU/Linux auf meinem Rechner installiert.

[Alle Kommentare ausblenden] (3) Etwa ein halbes Jahr später begann ich damit, einen Internet- und File-Server für ein kleines privates Netzwerk einzurichten. Als Betriebssystem für diesen Rechner wählte ich eben jenes GNU/Linux. Die für mich als Einsteiger problemlose Einrichtung verschiedener Netzwerkdienste wie IP-Masquerading und File-Sharing sowie die Tatsache, dass dieser Rechner nach nunmehr einem knappen dreiviertel Jahr täglich beinahe rund um die Uhr noch immer absolut einwandfrei seinen Dienst verrichtet, überzeugten mich endgültig von diesem Betriebssystem und den dazugehörenden Applikationen.

[Alle Kommentare ausblenden] (4) Mit wachsender Begeisterung stellte sich mir nun irgendwann die Frage, wie es möglich ist, dass eine derart - wie ich meine - qualitativ hochwertige Software, deren Entwicklung für Unternehmen mit immensen Kosten verbunden wäre, von vielen, weltweit verteilten Menschen "einfach so" geschrieben und völlig kostenlos aus dem Internet bezogen werden kann [1].

[Alle Kommentare ausblenden] (5) So entschloss ich mich dazu, mehr über freie bzw. Open Source Software in Erfahrung zu bringen. Der Enthusiasmus, mit dem mehr und mehr Menschen in ihrer Freizeit scheinbar völlig uneigennützig derartige Software schreiben und veröffentlichen, obwohl sie mitunter mit derselben Tätigkeit in (Software-)Unternehmen traumhafte Gehälter erzielen könnten, faszinierte mich mit der Zeit zunehmend. Aber damit nicht genug: Diese Menschen ermuntern auch noch ausdrücklich dazu, ihre Software weiterzugeben, deren Quellcode den eigenen Bedürfnissen anzupassen und somit Veränderungen an ihr vorzunehmen - eine für Windows & Co. undenkbare Vorstellung. Je mehr ich über die hinter dieser Art Software stehende Überzeugung sowie ihren revolutionären Charakter las und je näher der Zeitpunkt der Themenvergabe für die anstehende Diplomarbeit kam, desto stärker stand für mich mein Thema fest.

[Alle Kommentare ausblenden] (6) Nach dieser Entscheidung galt es natürlich zu klären, ob sich jemand an der Georg-August-Universität Göttingen findet, der sich als Betreuer hierfür bereit erklären würde. Gefunden habe ich diesen Betreuer in Joachim Rawolle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Abteilung II von Professor Schumann, dem ich dafür an dieser Stelle danken möchte.

[Alle Kommentare ausblenden] (7) Auch ich kann es mir also nicht nehmen lassen, einigen Personen meinen Dank auszusprechen. Zunächst sind hier meine Eltern zu nennen, die mir während der letzten drei Monate jeden erdenklichen Freiraum ließen. Zudem möchte ich mich bei meinen Freunden und Mitbewohnern Jörg Schmidt und Christoph Swonke bedanken, die mir meine mitunter nicht zum Besten bestellte Laune während dieser Zeit niemals verübelten. Dasselbe gilt selbstverständlich für die übrigen Jungs und Mädels aus Göttingen, Kassel, Melsungen und Hessisch Lichtenau, bei denen ich mich vereinzelt sträflich lange nicht gemeldet habe. Besonders erwähnen möchte ich noch Mario Kolb, denn von ihm habe ich wertvolle Hinweise erhalten, über die ich sonst möglicherweise gestolpert wäre. Und last, but by no means least möchte ich mich bei Susanne bedanken - du weißt, wofür.

[Alle Kommentare ausblenden] (8) Mit der Zeit wurde zunehmend offensichtlicher, dass sich die Frage nach frei oder nicht-frei für viele Open Source-Anhänger nicht nur auf Software beschränkt. Obwohl es nicht immer einfach war, sich einer ideologisch geprägten Argumentation und Dokumentation zu entziehen, habe ich mich stets um Objektivität bemüht. Ob mir dies jederzeit gelungen ist, wird sich herausstellen müssen.

[Alle Kommentare ausblenden] (9) Wenn in dieser Arbeit von dem Anwender, dem Entwickler, dem Teilnehmer etc. die Rede ist, so ist damit selbstverständlich auch der weibliche Teil der Bevölkerung gemeint. Ständig Anwenderinnnen und Anwender bzw. AnwenderInnen o.ä. vor Augen zu haben, trägt jedoch nicht gerade zur Lesbarkeit bei, weshalb ich mich in meinen Ausführungen auf den maskulinen Genus bei der Bezeichnung von Personengruppen und -typen beschränke.

[Alle Kommentare ausblenden] (10) Obwohl es nicht gerade zu meinen Stärken zählt und ich ungefähr ein halbes Jahr vor Beginn dieser Arbeit erstmals ein Dokument mit LaTeX erstellte, hat es dieses Thema fast von selbst verboten, auf Microsoft Word oder dergleichen zurückzugreifen. Auch wenn es auf den ersten Blick kompliziert aussehen und die Vielzahl der Befehle abschrecken mag, kann ich dennoch jedem nur empfehlen, LaTeX einer genaueren Untersuchung zu unterziehen - ich jedenfalls habe nur positive Erfahrungen damit gemacht.

[Alle Kommentare ausblenden] (11) Dem Gedanken freier Software folgend wird diese Arbeit unter http://www.opentheory.org veröffentlicht.

COPYRIGHT (C) 2001 FRANK BAUER.

[Alle Kommentare ausblenden] (12) Es wird die Erlaubnis gewährt, dieses Dokument zu kopieren, zu verteilen und/oder zu verändern unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.1; mit dem unveränderlichen Abschnitt Vorwort sowie keinen Vorder- bzw. Rückseitentexten. Eine Kopie dieser Lizenz ist in dem Abschnitt enthalten, der mit Anhang A: GNU Free Documentation License betitelt ist.

Göttingen, im Oktober 2001
Frank Bauer

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If I am not for myself, who will be for me?
If I am only for myself, what am I?
If not now, when?

- Richard M. Stallman


Dedicated to Felix Back. May the force be with you.

Fußnoten

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[1] Volker Grassmuck, der einige sehr lesenswerte Beiträge zu diesem Thema veröffentlicht hat, schreibt in diesem Zusammenhang: "Dass Menschen in freier Kooperation ohne primäres Interesse am Gelderwerb, ohne sich jemals getroffen zu haben und ohne eine Leitung, die ihnen sagt, was sie zu tun haben, hochwertige Software schreiben, ist eine erstaunliche Tatsache." Grassmuck (2001a). Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Inhalt




Quelle: http://www.opentheory.org/opensource/text.phtml
(Last Software Update: 16.01.2002, 22:44)